Von der Verteidigung des Frau-Seins
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Die ich rief, die Geister...

Am 26. April 1986, drei Tage vor meinem zwölften Geburtstag, geschah die schreckliche Katastrophe im AKW Tchernobyl. Erst Tage später, AN meinem Geburtstag 1986, bekannte die Regierung der UdssR, dass es überhaupt einen Unfall gegeben hatte.


Aufgrund der Ereignisse in Japan stieß ich bei youtube auf diese wirklich gute Doku über die Tchernobyl-Situation, die mir seitdem den Schlaf raubt. Besonders die letzten beiden Teile (9 und 10), in denen die Folgen und auch Langzeitfolgen geschildert werden, die teilweise ja immer noch von der Atomlobby verschwiegen werden, waren wirklich schrecklich anzusehen.





Und natürlich stellen sich auch für mich Fragen hinsichtlich der Nutzung von Atomenergie.
Wer soll die Rolle der 500.000 Liquidatoren in Deutschland übernehmen, wenn es zu einem Gau kommt, um ein solches Strahlengrab zuzudecken? Wer soll das in Japan machen, denn dort wird es auch nötig sein und zwar in einer viel größeren Dimension als in Tchernobyl, wo ja nur ein Reaktor betroffen war?


Wir haben in Deutschland gut 200.000 Soldaten, die sicherlich dafür erstmal herhalten müssten. Sollten jedoch solche Gesundheitsgefährdungen bestehen wie in Tchernobyl, würde man in einem demokratischen Land wie Deutschland auch Soldaten nicht dazu zwingen können, dort zu arbeiten. Und dann?


In den Einzugsgebieten 50 Kilometer um deutsche Kraftwerke herum leben jeweils Millionen von Menschen. Wohin sollten die evakuiert werden? Würde ich da leben wollen und im Zweifel mein ganzes Hab und Gut verlieren müssen?


Die Frage, was mit dem radioaktiven Müll geschehen soll, ist auch immer noch nicht geklärt. Wer möchte denn auf einer tickenden Zeitbombe wie einem Endlager für Tonnen von verseuchtem Material leben? Die Antwort, das ganze ins All zu schicken, halte ich für mehr als fragwürdig und verantwortungslos.


Wir sollten uns in Hinblick auf die Atomenergie Goethes Zauberlehrling ins Gedächtnis rufen, der da so treffend sagt:


Und sie laufen! Nass und nässer

Wird's im Saal und auf den Stufen.

Welch entsetzliches Gewässer!

Herr und Meister! Hör' mich rufen! -

Ach, da kommt der Meister!

Herr, die Not ist groß!

Die ich rief, die Geister,

Werd' ich nun nicht los.



In die Ecke,

Besen! Besen!

Seid's gewesen!

Denn als Geister

Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,

Erst hervor der alte Meister."


Da es leider in diesem Fall keinen Meister gibt, sondern die ganze Technologie noch zu unbeherrschbar ist, gilt hier für mich: Finger weg!


Tchernobyl sorgte für die atomare Abrüstung in der Welt, so dass immerhin ein Einsehen in bezug auf Atombomben entstand. Vielleicht sorgt das Drama von Fukushima jetzt für ein weltweites Umdenken in Sachen Kernenergie? Ich würde es mir wünschen...
19.3.11 17:31


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Die traumatisierte Gesellschaft

Zu einer psychischen Traumatisierung kommt es, wenn das Ereignis die psychischen Belastungsgrenzen des Individuums übersteigt und nicht adäquat verarbeitet werden kann. Derartige Erlebnisse sind dadurch gekennzeichnet, dass ein vitales Diskrepanzerlebnis zwischen bedrohlichen Situationsfaktoren und den individuellen Bewältigungsmöglichkeiten besteht, das mit Gefühlen von Hilflosigkeit und schutzloser Preisgabe einhergeht und so eine dauerhafte Erschütterung von Selbst- und Weltverständnis bewirkt. (Quelle: wikipedia)

Wir alle sind schockiert und bestürzt über die Ereignisse in Japan, doch wie bei anderen Katastrophen auch ist die Grenze zwischen Information und Voyeurismus hier extrem dünn. Die zahlreichen Medien machen es möglich - überall sind Reporter, Kameras, Fotoapparate. Wir sind sozusagen per TV und Internet "live" dabei - und können nicht wegsehen. Die meisten lesen die Zeitung heute gründlicher als sonst, gucken einen der zahlreichen Brennpunkte im Fernsehen, diskutieren mit Nachbarn und starren atemlos auf Japan und die dort schon passierte und die vielleicht noch anstehende Katastrophe. Wie ein Roland Emmerich-Film mutet das ganze an, aber trotz der Distanz wissen wir, dass die Bilder im Fernseher kein Hollywood-Film, sondern bittere Realität sind.

Psychologen sind sich längst einig, dass Menschen auch durch die nur passive Teilnahme an solchen Katastrophen traumatisiert werden können, bei dem Loveparade-Unglück sorgten zahlreiche Handyvideos im Internet dafür, dass jeder jede Minute des Unglücks hautnah mitverfolgen konnte und mittendrin war. Die Terroranschläge vom 11. September erschütterten die Welt vor allen Dingen auch, weil sie live dabei war und das Ausmaß in jedem Detail breitgetreten wurde. Weinende Angehörige, Tote und Verletzte, tapfere Hilfskräfte und Feuerwehrleute - alles haben wir gesehen, was sonst nur den armen Menschen vorbehalten ist, die tatsächlich im Geschehen stecken.

Aber was sind die Folgen, wenn ganze Gesellschaften ständig solchen Traumata ausgesetzt sind? Werden wir alle irgendwann abstumpfen? Oder zu überängstlichen Neurotikern, die wegen Dioxin-Gift auf Eier verzichten und großmütig anbieten, den Trockner abzuschaffen, um Strom zu sparen und auf Kernenergie zu verzichten?

Viele von uns sind noch von der Tchernobyl-Katastrophe 1986 traumatisiert. Das Thema geriet in Vergessenheit, und 25 Jahre helfen, ein solches Trauma zu verschütten. Doch die Situation in Japan reißt die alten Wunden wieder auf, die Bedrohung wird wieder wirklicher und wahrscheinlicher, vor allem aber wird uns die eigene Machtlosigkeit bewusst in dieser Sache. Wir können uns aus den meisten Gefahrensituationen bewusst heraushalten. Ich kenne Menschen, die keine Autobahnen benutzen, aus Angst vor den möglichen schweren Unfällen. Einige verreisen nicht in Länder wie Ägypten oder Tunesien, weil sie schon immer Terror, Bedrohung und Gefahr für Leib und Leben dort vermuteten. Viele dieser Ängste bleiben irrational, manche aber werden durch Ereignisse bestätigt. Und was passiert dann?
Wird das Volk der Reiseweltmeister zu Stubenhockern? Verbringen wir unseren Urlaub lieber an den deutschen Nordseeküsten (so lange noch keine Windparks uns die Aussicht verschandeln) und wähnen uns in Sicherheit?

Gegen Atomkraft können wir nichts ausrichten. Sie ist für die meisten sogar so komplex, dass wir sie nicht einmal begreifen. Wir müssen uns auf Experten verlassen, die hoffentlich gut ausgebildet und integer sind. Und wenn es in Deutschland zu einer solchen Katastrophe käme, würden die deutschen Ingenieure sich auch opfern für ihr Land, oder würde hier doch der deutsche Michel regieren, der zum Schichtende den Kuli fallen lässt und nach Hause geht? Nach mir die Sinflut...

Wir wissen es nicht, aber wenn Deutsche sich jetzt schon besorgt fragen, ob sie noch ihre Fischstäbchen bedenkenlos essen können oder sich mehrere hundert Euro teure Geigerzähler kaufen, gibt mir das zu denken. Das ist kein rationales Verhalten, das deutet darauf hin, dass wir es hier mit traumatisierten Menschen zu tun haben, die sich neurotisch verhalten. Es besteht für uns keine Gefahr durch die Strahlung in Japan, die selbst vor Ort noch so gering ist, dass bislang kaum ein Mensch (von den Arbeitern vor Ort abgesehen) geschädigt werden wird. Noch nicht. Aber wir sitzen hier, starren auf die Monitore und den Fernseher und warten auf das Schlimmste. Der Voyeur in uns will den Super-Gau sehen, der Kritiker und Ängstliche in uns lauert darauf, dass es passiert, damit wir nachher sagen können: Seht ihr, haben wir doch schon immer geahnt, wie gefährlich das ist.

Und wenn nun doch nichts passiert? Dann ist das für unsere Regierung der Supergau, die mal wieder mit blindem Aktionismus eindrucksvoll die eigene Unfähigkeit gezeigt hat. Ein altes Kraftwerk, nichtmal nach neusten Sicherheitsbestimmungen gebaut, sorgt trotz einer Havarie nach einem enormen Erdbeben und einer riesigen Flutwelle für keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen in einem dicht besiedelten Land wie Japan. Es wäre Wasser auf den Mühlen der Atomindustrie, denn die vorgebliche Sicherheit der Technologie wäre endlich einmal eindrucksvoll bestätigt. Ich hoffe für die Japaner, dass dieser Fall eintritt, egal, welche Folgen das für uns hier hat. Denn die Folgen für Japan wären im Fall eines Supergaus absolut verheerend genug. Meine Gedanken sind in diesen Tagen bei den Japanern, denen ich nicht helfen kann, für die ich selbst nichts tun kann. Wäre ich gläubig, würde ich für sie beten...
18.3.11 08:01


Denk ich an Schwimmbäder in der Nacht...

... frei nach Heine. Madame J wollte heute unbedingt schwimmen gehen. Eigentlich hasse ich Schwimmbäder und versuche die seit meiner frühesten Kindheit zu meiden, wo es nur geht. Aber ab und zu, so zweimal im Jahr ungefähr, lasse ich mich von irgendwem breitschlagen und stimme zu.

Seit heute nachmittag weiß ich wieder, warum ich es hasse. Das ausgewählte Spaßbad (wieso heißen die eigentlich so? Was hat das mit Spaß zu tun? Masochistenvergnügen würde den Punkt wesentlich besser treffen, nachdem die so genannten Wellnessbäder ja schon in Swingerclubs umbenannt werden mussten) war wider Erwarten am Samstag nachmittag rappelvoll. Und leider vor allem bevölkert mit sehr, sehr übergewichtigen, in einer abnormen Menge ganzkörpertätowierten Menschen. Jaja, jetzt schreien wieder einige: "Wie intolerant! Wie konservativ!" Aber sorry - das entspricht ganz einfach nicht meinem Bedürfnis nach einer gewissen Alltagsästhetik, und im Normalfall würde ich das alles ja auch nicht sehen müssen. Wenn aber die körperliche Pracht in drei Nummern zu kleine, uralte Badehosen oder Bikinis gequetscht wird, wo oben, unten und an den Seiten alles rausquillt, was ich nicht sehen will (inklusive einer häufig nicht gerade dezenten Körperbehaarung), stört es mich ganz einfach.

Noch mehr stören mich allerdings vollständig bekleidete und mit Kopftüchern behängte Frauen, die in voller Montur im SCHWIMMbad sitzen und ihren Ehemännern (die natürlich eine der besagten Badehosen tragen) und 6-7 Kindern mindestens zwei vollständige Hauptmahlzeiten kredenzen. Im Badebereich! Zum Glück waren sowieso alle Liegen belegt, denn sonst wäre es gefährlich geworden. Ich weiß nicht, ob angeknabberte Reste von Geflügelwürstchen, ausgelaufene Cola und kalte, labberige Pommes gesundheitsschädigend sind, insgesamt sind sie aber für mich nicht gerade als Liegeunterlage erstrebenswert.

Also haben wir versucht, aus der Not eine Tugend zu machen und das zu tun, wozu wir eigentlich dahin gekommen waren - Schwimmen! Offenbar waren wir aber die einzigen im gesamten Bad, die das vorhatten, denn entweder wurde man von knutschenden Jugendlichen oder ballspielenden Vätern (mit Tätowierung und zu kleiner... naja, Ihr wisst schon) über den Haufen gerannt, oder es sprang einem irgendein Junge vom Beckenrand aus auf den Kopf. Die dort angebrachten Schilder erfordern die Fähigkeit des Lesens, offenbar wären Piktogramme in Schwimmbädern angebrachter, da die anwesenden Bademeister nichts besseres zu tun hatten als sich gegenseitig mit lustigen privaten Geschichten zu unterhalten. Aufgrund der Fülle war es nicht mal dem Kind möglich, mehr als zwei Schwimmzüge zu machen, bevor wieder jemand ihren Weg kreuzte. Der Aufenthalt im Wasser war also auch nicht viel besser als draußen, aber immerhin halbwegs warm, im Gegensatz zur Hallenluft. Aus Hygienegründen ist es aber vielleicht sowieso besser, die Luft nicht zu sehr zu erwärmen...

In der zugigen "Kantine" gab es das übliche Fast Food, das uns auch nicht erstrebenswert erschien, und die zwei vorhandenen Whirlpools waren entweder von den tätowierten Vertretern der männlichen Gattung oder den ansonsten im Becken herumstehenden knutschenden Jugendlichen belegt. In einem Whirlpool, der für vier Personen laut Aufschrift ausgelegt war, zählte das Kind ganze 12 Menschen. Wie die sich da reingestapelt haben war mir nicht ganz klar, aber dass wir da nicht obendrauf sitzen wollten stand außer Frage.

Nach zwei Stunden in ohrenbetäubendem Lärm beschlossen wir dann gemeinsam, das Etablissement zu verlassen, und ich versuchte das Kind schonend darauf vorzubereiten, dass Schwimmbad mit Mama für die nächsten zehn Jahre gestorben ist. Zum Glück war das Kind sehr einsichtig

Geduscht haben wir lieber zu Hause, denn die vielen anwesenden Personen nutzten die kleine Gemeinschaftsdusche offenbar für ihre wöchentliche Hygienerituale, inklusive Beine rasieren (echt jetzt!).

Also ich ziehe wirklich meine Badewanne vor. Oder ein privates Schwimmbad... ich wär so gerne Millionär... *träller*
26.2.11 19:40


Dr von und zu Googleberg

Jaja - der nicht-akademisch beeinträchtigte deutsche Michel unterstützt mit Hilfe der (natürlich) Blöd-Zeitung unseren Plagiatsminister. Natürlich tut er das, denn Herr von Guttenberg hat ja nur fortgeführt, was nicht nur jungen Menschen in Deutschland seit Jahren vorgelebt wird. Das deutsche Bürgertum ist endgültig vorbei! Akademiker aller Bundesländer, vereinigt Euch und wandert aus!

In Deutschland wird Leistung nicht mehr belohnt, da könnt Ihr studieren und promovieren wie Ihr wollt, aber Ihr werdet mit aller geistigen Leistung niemals so viel verdienen wie ein aufgrund seiner Beziehungen gewählter Aufsichtsratsvorsitzender irgendeines beliebigen Aktienkonzerns, wie ein Superstar, der innerhalb weniger Wochen vom vorbestraften Sozialpflegefall zum Popstar hochgedrexelt wird, wie ein Musikproduzent, der schon lange mit den Einfällen und Ideen anderer viel Geld verdient und verbrannte Erde hinter sich lässt, wie eine Frau ohne Ausbildung, die sich speziell durch ein wenig dämliches Getue zur Werbeikone hochstilisiert und fortan als Millionärin durchs Leben geht.

Nein, Leistung wird nicht mehr belohnt, und auch nicht mehr benötigt. Es geht doch auch ohne, siehe oben! Und wer es trotz aller Castingsendungen, Wer wird Millionär-Shows und Lotterien nicht schafft, kann immer noch auf ausreichende Unterstützung durch den Staat hoffen. Schließlich liegen hunderttausende junger Menschen bis mittags im Bett rum und nölen: "Warum soll ich irgendwo für 3,50 Euro die Stunde schuften, wenn ich dadurch am Monatsende maximal 100 Euro mehr in der Tasche hab als wenn ich gar nichts tue?" Richtig, sehe ich auch so. Wozu noch eine Ausbildung machen, lernen, sich fortbilden, Leistung zeigen, wenn es doch auch viel bequemer und einfacher geht?

Seit dem Untergang des deutschen Adels regierte in Deutschland das Bürgertum. Nicht mehr Herkunft, Besitz und Name zählten, sondern Leistung. Wer fleißig war, studierte oder ein Unternehmen gründete und sich mit Intelligenz und Geschäftstüchtigkeit nach oben arbeitete, blieb dort auch, eine bürgerliche Zukunft schien gesichert. Der Leistungsgedanke ist so deutsch wie kaum ein anderer. Doch nun ist er wieder einmal öffentlich mit Füßen getreten worden, nur auf einer anderen Ebene.

Ein Plagiatsdoktor zieht sich geschickt durch arrogant-demütigen Verzicht auf die Doktorwürde aus der Affäre, das Verfahren wird eingestellt und nicht weiter untersucht, hunderte von Doktoranden beißen in die Tischkante ob der hochnäsigen Aussagen, die in diesem Rahmen getätigt wurden.

Die meisten Doktoranden - und inzwischen auch die meisten Studenten - haben neben der wissenschaftlichen Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen, viele haben auch eine Familie zu versorgen und sind nicht so auf Rosen gebettet wie ein Adliger, der von seiner Familie mit einem guten Namen und einem verdammt hohen Vermögen ausgestattet wurde. Ist das ein Grund für alle, ihre Doktorarbeit aus diversen anderen Texten zusammenzukopieren? Wieso kann man an einer renommierten Universität überhaupt ein Summa cum laude für eine Doktorarbeit erhalten, deren Kern aus anonymen Semesterarbeiten und Diplomarbeiten zusammenkopiert wurde? Geht das auch ohne Titel und adlige Abstammung? Es wäre einen Versuch wert... wenn nicht für normale Menschen die Konsequenz einer solchen Handlung viel zu tiefgreifend wäre.

Denk ich an Deutschland bei der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht...

Und was sage ich meinem Kind, wenn sie beim Mathetest in der Schule nur mal kurz gucken wollte, was die Nachbarin als Lösung geschrieben hat? Ist schon ok - wenn du damit durchkommst und dich nur nicht erwischen lässt, mach das ruhig! Besser gut abgeschrieben als schlecht selber gelöst - oder was?
24.2.11 08:27


Das Supertalent

Madame J ist der Meinung, sie müsse das Supertalent gucken, weil ihre Klassenkameraden das auch sehen. Bevor ich dem Kind das antue, gucke ich natürlich erstmal selber rein, bei rtl-now, um festzustellen, ob das Programm kindertauglich ist.

Aber klar doch! Nackte ältere Herren, die mit ihrem Schw... Bilder malen - cool! Eine Frau mit Riesenbrüsten, die damit irgendwelche Sachen zertrümmert - genial! Ein Typ, der sich irgendwelche Gewichte in diverse Körperteile hängt und dem dabei die Zunge reißt - ideale Vorlage für sanfte Mädchenträume. Ein durchgedrehter Mann, der sich was an die Stirn tackert - unbedingt nachahmungswert!

Mein Fazit ist also mehr als deutlich - zur Familienzeit am Wochenende hat RTL es mal wieder geschafft, mit dem Fernsehprogramm einen neuen, absolut unterirdischen Niveaurekord zu brechen. Wieso blenden die nicht wenigstens vorab ein, dass das folgende Programm nicht für Kinder unter - sagen wir - 14,15 Jahren geeignet ist? Hallo, Jugendschutz? Um 20.15 Uhr unterliegt das Programm der FSK12 (bis 22 Uhr), und ich finde, diese Altersgrenze wird mit solchen ekelhaften Demonstrationen eindeutig überschritten.

So, und nachher erkläre ich dem Kind, warum SIE das Supertalent nicht gucken darf und warum ganz bestimmt ihre Klassenkameraden (hoffe ich jedenfalls) auch nicht mehr gucken dürfen. Schade, dass sie die wirklich tolle Violinistin nicht sehen kann, da sie ja jetzt auch selber Geige lernt. Und die teilweise wirklich guten Sänger. Man hätte das Programm ja unterteilen können - von 20.15-21.15 Uhr die "vernünftigen" Kandidaten, und die Freakshows dann in einer zweiten Show ab 23 Uhr meinetwegen auftreten lassen. Dann hätten auch die Familien am Wochenende zusammen fernsehen können. So legen wir dann doch lieber eine DVD ein und gucken einen schönen Film zusammen.
1.10.10 10:40


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